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"Orte - Gärten - Landschaften"
Fotografiken und Holzdrucke
Dieter Kühn und Annette Ziegler
08.04.2019 bis 05.07.2019

Dieter Kühn











Annette Ziegler











Dieter Kühn und Annette Ziegler



http://www.dieter-kuehn.de/

https://az-annetteziegler.de/

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Zwei künstlerische Weggefährten haben sich in dieser Ausstellung verbunden über die Themenvielfalt des Motivs Landschaft. Beide Persönlichkeiten definieren in ihrer jeweiligen Technik ihre Sicht auf spielerische Weise und in großer Bandbreite.

Dieter Kühn aus Wörth hat die Computergrafik für sich entdeckt und entlockt ihr malerische Bildwerke. Der Ausgangspunkt ist stets ein selbstaufgenommenes Foto. Wo er geht und steht, entdeckt er Strukturen, Schattenrisse, Architekturen der Erdkrume. Er speist die Ausbeute in seinen PC ein und legt mit Grafikprogrammen mit der Bearbeitung los. Durch unterschiedliche Bildträgerpapiere, Auswahl der Bildausschnitte, Zeichnung auf dem Computerbild und Auftragen von Wasserfarben oder Ölkreide auf den Bildträger erzeugt er veränderte Zustände des ursprünglichen Fotos. Er vielfacht einzelne Elemente, verwischt oder fraktioniert andere und kommt so zu neuer Erscheinung des grafischen Motivs. Durch Farbreduktion per Computer oder Auftrag auf das Bild von Hand, verwandeln sich die Bildinhalte zu neuen Bildaussagen. Schwelgerische "Malräusche" sowohl technischer als auch haptischer Art sind die Begleitung seiner Tätigkeiten, die der früher ausgeübten Malerei zu eigen waren.

Annette Ziegler aus Karlsruhe zeigt eine Technik des Hochdrucks. Sie verwendet Fichtenholz, sägt mit der Stichsäge relativ fein ihre vereinfachten Druckformen heraus, so dass sie Holzklötzchen wie Stempel hat, ähnlich dem Kartoffeldruck aus Kindertagen.
Zunächst bringt sie oft Farbfelder auf ihr Papierformat auf mit hochwertiger, teurer Buchdruckfarbe. Diese Formenfelder kann sie in Farbnuancen oder satt deckend aufbringen. Dann gibt sie je nach Grundidee, verschiedene ausgesägte Formen wie Häuschen, Tulpen, Rosetten, mäandernde Labyrinthe, Blattgefüge, Vasen oder Arabesken in verschiedenen Farbgestaltungen hinzu. Für jeden Farb- und Formauftrag muss sie warten, bis der vorherige Farbauftrag getrocknet ist. So kommen je nach Sujets zehn bis zwanzig Arbeitsgänge nur für das Drucken zustande. Sie nennt es das Spielen mit den Stempeln, die ja unendlich weiter verwendbar sind. Es ist aufwendige, Geduld erfordernde Handarbeit vonnöten. Einzigartig setzt sie z.B. bei den Mittelmeer-Stromboli-Bildern verschieden große geometrische Formen wie Kreise und Punkte ein. Diese erzeugt sie mit abgesägten Bleistiften oder Pinseln und setzt jeden Punkt einzeln. Aber auch gebündelt bringt sie die Abdrücke als dynamischen Teil in die Bildgestaltung ein. Es entstehen Unikate wie auch bei Dieter Kühn, die von der Natur, dem Meer, der Landschaft und Gärten, dem Behaustsein des Menschen und seiner Verortung erzählen.

Text: Anita Frei-Krämer





























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